Titel Herz-Club-Magazin


Wildkräuter – Fitmacher aus Wald und Wiese

Über die Vorzüge von heimischen Wildkräutern

Es ist allgemein wenig bekannt, dass im Wildgemüse wesentlich mehr Mineralstoffe und Vitamine enthalten sind als im Kulturgemüse. Wildgemüse hat durchschnittlich viermal mehr Vitamin C, doppelt soviel Provitamin A (Karotin) und die zweifache Menge an Mineralstoffen. Darüber hinaus enthalten Wildkräuter ätherische Bitterstoffe und weitere Pflanzeninhaltsstoffe, die verdauungsfördernd und stoffwechselaktivierend wirken können.

Im zeitigen Frühjahr, wenn das erste zarte Grün sprießt, sollten wir auf die gesunden „Fitmacher“aus der Natur nicht verzichten, denn Wildkräuter sind ein Gaumenschmaus und bereichern unsere Ernährung  mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Nach einem langen Winter bringen frische Kräuter den Stoffwechsel wieder in Schwung und führen dem Körper wichtige Vitalstoffe zu.



BÄRLAUCH (Allium ursinum)

BärlauchWilder Knoblauch aus dem Wald

Kurzinfo:

Herkunft:         heimisches Wildkraut
Standort:         Schatten, Laubwald
Familie:           Liliengewächse
Kultur:             mehrjährig
Blütezeit:         Mai bis Juni
Höhe:              20 bis 30 cm
Ernte:              frische Blätter vor der Blüte von März bis Mai
Verwendung:    Würzpflanze, Heilpflanze

 
Beschreibung:

Der Bärlauch, auch Waldknoblauch genannt, gedeiht am besten auf schattigem, feuchtem und humusreichem Laubwaldboden. Er gehört zur Familie der Liliengewächse, genauso wie der Knoblauch. Die jungen zarten Blätter werden vor der Blüte in der Zeit vom März bis Mai gepflückt. Die Zwiebeln des Bärlauchs dürfen nicht ausgegraben werden, weil man sonst den natürlichen Standort der Pflanze gefährdet.

 
Verwechslungsgefahr:

Vorsicht beim Sammeln: Die Blätter vom Bärlauch sehen den Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich, und häufig trifft man beide Pflanzen am gleichen Standort an!

 
TIPP: Beim Pflücken die Bärlauchblätter zerreiben und auf den typischen Knoblauchgeruch achten, dann kann es keine Verwechslung mit den giftigen Maiglöckchen geben!

 
Inhaltsstoffe:

Schwefelhaltige ätherische Öle:
            - Allicin
            - Flavonoide
            - Vitamin C
            - Biokatalysatoren
 

Wirkung:

Die Pflanze hat eine antibiotische Wirkung und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. In der "Volksmedizin" gilt Bärlauch als blutdrucksenkend und als Mittel gegen Arteriosklerose.

 
Konservieren:

Bärlauchblätter stehen nur wenige Wochen im Jahr zur Verfügung und zum Einfrieren eignet sich Bärlauch nicht gut, da er matschig wird. Sehr gut aber kann man frischen Bärlauch in Form einer Würzpaste konservieren (siehe Rezept), dann steht er, im Kühlschrank aufbewahrt, mehrere Monate zur Verfügung.

 
„Frühjahrskur“ mit Bärlauch

Täglich 10 bis 12 frische Bärlauchblätter drei Wochen lang essen. Stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.

 
„Bärlauch im Mai, erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei!“
(altes Harzer Sprichwort)


Rezepte mit Bärlauch

Holzfäller-Suppe

Bärlauch-Baguette

Bärlauch-Würzpaste


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