Tietel Herz-Club-Magazin

Kulinarischer Frühling – der Spargel sprießt

Endlich Frühling! Und mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwacht wieder die Lust, das Leben mit allen Sinnen auszukosten. Wer freut sich nicht darüber, dass die Natur uns gerade zu dieser Jahreszeit mit zarten Köstlichkeiten für den Gaumen verwöhnt? Wem läuft beim Gedanken an frischen Spargel, Frühkartoffeln und süßen Erdbeeren nicht das Wasser im Mund zusammen?

Spargel mit ErdbeerenMitte bis Ende April beginnt in Deutschland die Spargelernte, Saisonende ist immer am 24. Juni, dem “Johannistag".

Danach sollen die Pflanzen Kraft für die neue Ernte im kommenden Jahr sammeln. Das begehrte Gemüse kommt in den Wintermonaten aus Mexiko, Argentinien und Südafrika, im Frühjahr aus Frankreich, Spanien, Griechenland und den Niederlanden auf den Markt. Aus welcher Region in Deutschland der schmackhafteste einheimische Spargel kommt, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Besonders zart und aromatisch ist Spargel nach oder während warmer Tage, weil die Spargelpflanze viel Wärme benötigt. Spargel muss frisch eingekauft und verbraucht werden. Alte Spargelstangen erkennt der Verbraucher an den grauen, eingetrockneten Schnittflächen. Zur Aufbewahrung schlägt man das Gemüse am besten in feuchte Küchentücher ein und legt es in den Kühlschrank.

Für eine Mahlzeit rechnet man bis zu 500 Gramm je Person. Man sollte hierzu die beste Qualität auswählen. Als Gemüsebeilage benötigt man rund 250 Gramm je Person. Spargel bester Qualität wird immer ein teures Gemüse bleiben, weil der Anbau sehr arbeitsintensiv und damit kostspielig ist. Um so wenig wie möglich Putzabfall  zu erhalten, wird der Spargel am besten mit einem Spargelschälmesser geschält. Abschnitt und Schälreste können durchaus als eine Grundlage für Cremesuppe oder Sauce verwendet werden. Spargelkenner lieben das Gemüse einfach mit zerlassener Butter serviert, aber auch mit Holländischer Sauce, Sauce Bearnaise oder einer Zitronenmelissesauce.

Beim “grünen Spargel" kommen die Triebe ans Tageslicht, werden nicht angehäufelt. Grüner Spargel ist preiswerter als der weiße Spargel, obwohl er würziger und aromatischer schmeckt und nicht geschält werden muss. Die "Grünspargelsaison" ist mit der Spargelsaison identisch.

Und gesund ist eine solche Mahlzeit auch noch. Nicht grundlos wurde Spargel früher in Apotheken als Heilmittel verkauft. Das edle "Stängelgemüse" strotzt trotz eines Wassergehaltes von 95% vor Inhaltsstoffen, die uns nach der Winterpause wieder richtig fit machen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C, B1, B2 und Folsäure. Vitamin C unterstützt das Immunsystem und steigert die Abwehrkräfte. Die Vitamine B1, B2 und Folsäure sind wichtig für die Neubildung von Zellen und Blut, für den Energiestoffwechsel, für das Nervensystem und eine gesunde Haut. Die harntreibende Wirkung des Spargels ist allgemein bekannt. Die weißen Stangen sind reich an Kalium und enthalten gleichzeitig nur wenig Natrium, ein Mineralstoffverhältnis, das die Nierenfunktion anregt. Saponine, das sind sekundäre Pflanzenbestandteile, verstärken diese Wirkung und sind nachweislich auch hilfreich bei der Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen.
Das edle Gemüse lässt sich gut in die Gewichtsregulierung einbauen, da durch den geringen Gehalt an Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß auch kaum Kalorien enthalten sind. Gleichzeitig hat Spargel einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die nicht nur satt machen, sondern auch die Verdauung regeln.


Rezept für Spargelaufllauf

Rezept für einen Spargel-Erdbeer-Salat


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